Donnerstag, 27. März 2014

Marcos Geburtstag

Nun ist es wieder einmal Zeit für einen Post. Aus speziellem Anlass. Morgen wäre Marco 42 geworden. Und es wird ein schöner Frühlingstag, so wie er es immer mochte. Was hätte ich ihm wohl geschenkt? Was hätte ihn beschäftigt? Woran hätte er sich erfreut?
Es ist bereits der dritte Geburtstag, den wir für ihn und ohne ihn feiern. Eine gewisse Routine darin haben wir schon. Einen gewissen Abstand auch. Manchmal. Und irgendwie. Es ist schwer zu beschreiben. In einem gewissen Sinne ist die lebhafte (im Sinne des Wortes) Erinnerung etwas verblasst. Wie sah er genau aus? Wie klang seine Stimme? Wie war sein Gang? Sein Geruch? Wie war er anzufassen? Die Erinnerung ist da, aber sie ist inzwischen mehr zu einem Bild geworden, das man sich anschaut. Die "lebhafte, gelebte, reale" Erinnerung hat begonnen mir zu entgleiten. Und das stelle ich auch bei den Kindern fest. Und genau die Tatsache, dass uns die gelebte Erinnerung entgleitet, hat etwas sehr Schmerzhaftes. Ich weiss nun, was "schmerzhaftes Vergessen" bedeutet.
Und doch gehört es dazu, macht Sinn. Das in der Vergangenheit Erlebte macht uns reich, doch das Leben findet heute statt. Also werden wir morgen auf Marco anstossen und die Erinnerungen wieder etwas aufleben lassen. Und wir werden uns reich fühlen.

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